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Nachfolgend möchten wir Ihnen einen Überblick über das – von MicroPort entwickelte – minimalinvasive Verfahren SuperPath® (Direct Superior Portal Assisted Total Hip Zugang) und dessen Vorteile geben:

Minimalinvasive OP-Technik in der Hüftendoprothetik

Eine minimalinvasive Operation bedeutet nicht in jedem Fall lediglich einen kürzeren Hautschnitt zu erhalten. Viel wichtiger sind die Weichteilstrukturen, Muskeln und Sehnen zu schützen bzw. möglichst viel von Ihrem natürlichen Knochen zu erhalten. Nach diesem Prinzip wird Ihr Operateur den geeigneten Zugangsweg und das geeignete Implantat für den Hüftgelenkersatz auswählen.
Vor dem Eingriff wird der Operateur mit Ihnen über folgende Aspekte der Operation sprechen:

• Die Art des Zugangs – Ihr Operateur kann ein minimalinvasives oder ein gering-invasives Verfahren wählen.

• Die Art des Prothesendesign – abhängig von Ihrem Krankheitsverlauf empfiehlt Ihr Operateur möglicherweise eine bestimmte Bauart oder ein bestimmtes Material für Ihre neue Hüfte.

• Die Art der Prothesen-Fixierung – abhängig von verschiedenen Faktoren entscheidet sich Ihr Operateur entweder für eine zementfreie oder zementierte Prothese.

 

 

SuperPath® minimalinvasive Technik​

Eine erfolgreiche Operation hängt nicht nur von der Auswahl der richtigen, qualitativ hochwertigen Implantate ab, sondern auch wie muskel- und weichteilschonend der sogenannte Zugang zum Hüftgelenk erfolgt. Studien zum SuperPath® zeigen, dass die Minimierung der Weichteilschädigung gleichzeitig zu einer schnelleren Genesung beiträgt. 1

SuperPath® ist eine neue minimalinvasive Operationstechnik, die es dem Operateur auch bei einem kleinen Hautschnitt ermöglicht, die Hüftmuskeln, Sehnen und speziell die Gelenkkapsel zu erhalten. Der SuperPath® ist eine Weiterentwicklung der traditionellen Hüftendoprothetik. Dieser zielt darauf ab, Patienten innerhalb von wenigen Tagen (möglicherweise sogar Stunden) wieder auf die Beine zu bringen. Eine Reihe von Patienten, die sich diesem Verfahren unterzogen haben, können am gleichen Tag der Operation Druck auf das Gelenk ausüben und am Tag nach der Operation ohne fremde Hilfe gehen. Die Patienten können in der Regel das Krankenhaus ohne die typischen Einschränkungen verlassen, welche mit einer Hüftendoprothese normalerweise verbunden sind. Dies bietet erhebliche Vorteile für den Patienten wie beispielsweise geringere Schmerzen1, schnellere Mobilisation1, eine größere Bewegungsfreiheit unmittelbar nach der Operation sowie ein kürzerer Krankenhausaufenthalt1. In der Regel können Sie das Gelenk noch am selben Tag der Operation belasten und Ihre ersten Schritte unternehmen. Dieses innovative Verfahren wird ausschließlich von ausgewählten, speziell geschulten Zentren in Deutschland angeboten. Durch den Erhalt aller wichtigen Strukturen des Hüftgelenks und ohne die sonst übliche Notwendigkeit, das Hüftgelenk während der OP auszurenken, wird das Trauma so gering wie möglich gehalten und somit ein großer Beitrag zur schnellen Wiederkehr in ein normales Leben geleistet.

Europaweit wurde dieses Verfaheren, bis heute, schon in mehreren tausend Fällen erfolgreich durchgeführt um Patienten einen schnelleren Weg zurück in Ihr normales Leben zu ermöglichen.

Fragen Sie einfach Ihren Arzt nach der SuperPath®-Technik!

 

DIE VORTEILE AUF EINEN BLICK:
  • Erhalt der Gelenkkapsel
  • Kein unphysiologisches Ausrenken des Hüftkopfes im Operationsverlauf
  • Maximale Schonung der Muskulatur und der Weichteile
  • Geringere Schmerzen und schnellere Mobilisation 2

Das Hüftgelenk

Das Hüftgelenk ist eines der größten Gelenke im menschlichen Körper und ist insbesondere  beim Gehen und Laufen für die Lastübertragung auf die Beine verantwortlich. Durch seine besondere Form als „Kugelgelenk“ stellt es einen sehr großen Bewegungsumfang sicher. An fast allen Bewegungen ist das Hüftgelenk beteiligt. Das Hüftgelenk bildet eine Verbindung von Becken- zu Oberschenkelknochen. Sowohl die Hüftgelenkspfanne (Acetabulum), liegend im Beckenknochen, wie auch der Oberschenkelkopf (Femurkopf) sind mit einer Knorpelschicht bedeckt, welche die Gelenkschmiere produziert. Diese nährt das Gelenk und stellt eine gute Gleitfähigkeit der beiden Gelenkpartner sicher.

Das erkrankte Hüftgelenk

Die häufigste Ursache stellt die Arthrose des Hüftgelenks dar (Coxarthrose). Hier handelt es sich um einen degenerativen Knorpelabbau (Verschleiß der Gelenkflächen). Für die betroffenen Personen bedeutet dies, dass die knöchernen Strukturen ohne den Knorpelschutz aufeinander reiben. Die Folgen sind starke Schmerzen und damit verbundene Bewegungseinschränkungen.

Ursachen von Arthrose

Die definitive Ursache von Arthrose ist bis heute weitestgehend unbekannt; jedoch spielen eine ganze Reihe von begünstigenden Faktoren eine erhebliche Rolle:

  • Stoffwechselerkrankungen
  • Entzündungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Angeborene oder erworbene Fehlstellungen (Hüftdysplasien- Steilstellung der Hüfte)
  • Unfälle und deren Spätfolgen
  • Brüche

Statistiken zeigen, dass 5% der über 60-Jährigen an Zeichen einer Coxarthrose leiden. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Gründe hierfür sind angeborene Hüftdysplasien (Steilstellung der Hüfte) sowie die Ursache, dass der weibliche Knorpel nicht so belastbar ist wie der männliche. Zudem erhöht sich bei Frauen der Knorpelabbau in den Wechseljahren.

Bei der Coxarthrose unterscheidet man heute zwei Formen:

1. Primäre Coxarthrose – gilt als altersbedingter Verschleiß
2. Sekundäre Coxarthrose – mit unterschiedlichen Ursachen, wie ständige Fehl- und Überbelastung, posttraumatische Situationen (nach Unfällen, Verletzungen, Brüchen), entzündliche Erkrankungen, Hüftdysplasien oder starkes Übergewicht (Adipositas)

Symptome

Das häufigste Symptom stellt der Schmerz dar. Zunächst bei Belastung und in schwereren Stadien der Krankheit auch im Ruhezustand. Dadurch ist die Beweglichkeit meist empfindlich gestört. Meist ist auch ein auffälliges Gangbild zu erkennen. Leistenschmerzen, Muskel- und Sehnenverspannungen durch Schonhaltung und Reibegeräusche können auftreten.

Diagnostik – wie wird eine Arthrose festgestellt?
Die Diagnostik umfasst zwei Untersuchungsmethoden:

1. Klinische Beurteilung:
a. Beinachse/ Beinlänge
b. Muskulatur/ Muskelmasse
c. Gangbild/ Standsicherheit
d. Entzündungszeichen – Rötung, Schwellung und Überwärmung

2. Bildgebende Verfahren
a. MRT (Magnet – Resonanz – Therapie)
b. Röntgenbilder in 2 Ebenen
c. CT (Computertomographie)
d. Szintigraphie (nuklearmedizinisches Verfahren um Knochenschädigungen nachzuweisen)

Nach der Operation

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Hüfte nach der Operation so bald wie möglich bewegen, um den Blutfluss anzuregen, die Beweglichkeit wiederzuerlangen und den Genesungsprozess zu unterstützen. Im Krankenhaus werden im Rahmen Ihres Genesungsprozesses bestimmte Aktivitäten durchgeführt. Für eine erfolgreiche Genesung sollten Sie auch nach Ihrem Krankenhausaufenthalt zuhause, diverse Aktivitäten zur weiteren Rehabilitation durchführen.

Während Sie noch im Krankenhaus sind, zeigt Ihnen ein Physiotherapeut, wie Sie sich mit Ihrer neuen Hüfte bewegen sollen. Dazu gehört, wie Sie sicher die Treppe hinauf und wieder hinuntergehen, wie Sie sich hinsetzen und wieder aufstehen und wie Sie nach der Entlassung mit Ihrer Hüfte umgehen sollen. Der Physiotherapeut zeigt Ihnen eine Reihe von Übungen, die Ihnen dabei helfen, Ihre Mobilität und Ihre Kraft wiederzuerlangen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Operationswunde gut pflegen. Solange die Wunde noch nicht trocken und gut abgedichtet ist, darf Sie nicht mit Wasser in Berührung kommen.

Es gibt einige Aktivitäten, die nach dem Einsetzen einer Hüftgelenksendoprothese besonders gut für Sie sind. Welche Aktivitäten und Tätigkeiten für Sie nach der Opertation geeignet sind, sollten Sie mit ihrem Arzt abstimmen.

Bevor Sie mit einer neuen Übung beginnen,  z. B. mit Übungen, die mit übermäßiger Beugung oder schwerem Heben verbunden sind, sollten Sie die Genehmigung Ihres Arztes einholen.

Das künstliche Hüftgelenk

Die erste Hüftprothese wurde 1890 von dem Berliner Gluck entwickelt. Hier handelte es sich noch um Hüftköpfe aus Elfenbein. Die moderne Hüftendoprothetik begann in den 50er Jahren und wurde maßgeblich durch Sir John Charnley geprägt. Er ist der Erfinder des Knochenzements zur Verankerung der Prothesen im Knochen und kombinierte einen Hüftkopf aus Metall mit einer Pfanne aus Kunststoff. Dieses Verfahren ist den heutigen noch immer sehr ähnlich. Prof. Hans- Wilhelm Buchholz, aus Hamburg, implantierte 1963 die erste Hüftprothese in Deutschland. Ihm gelang es auch, die Infektionsraten drastisch zu reduzieren indem er dem Knochenzement ein Antibiotikum beifügte. Seither liegt die Konzentration der Entwicklung auf den verwendeten Materialien und den individuellen Zugangswegen zum Hüftgelenk. Modernste Materialien wie Chrom-Cobalt, Titan, hochwertigste Polyethylene und Keramiken ermöglichen ein optimiertes Abriebverhalten zwischen den Gleitpartnern und sorgen somit für lange „Standzeiten“ – möglichst lange Funktionsfähigkeit im menschlichen Körper. Auch heute sind die Verankerungsprinzipien in der Hüftendoprothetik „zementiert“ oder „zementfrei“. Welches Verfahren zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

 

Patienten Haftungsausschluss

Die individuellen Ergebnisse und Aktivitätslevel nach der Operation variieren und hängen von vielen Faktoren ab, einschließlich Alter, Gewicht und vorherigem Aktivitätslevel. Es gibt Risiken und Genesungszeiten im Zusammenhang mit der Operation und es gibt bestimmte Personen, die sich einer Operation, dieser Art, nicht unterziehen sollten. Konsultieren Sie Ihren Arzt, um festzustellen, ob die Operation für Sie indiziert ist.

Quellennachweise

  1. Thirty-day readmission rate and discharge status following total hip arthroplasty using the supercapsular percutaneously-assisted total hip surgical technique. Gofton W et al. International Orthopaedics. May 2015, Volume 39, Issue 5, pp 847–851
  2. Compared to Traditional Arthroplasty. Driving after microinvasive total hip arthroplasty. Qurashi, S, Chinnappa J, Lord, SJ, Nazha, A, Gordon, J, Chow J. Journal of Arthroplasty (2016) 1-5